[The Empress]


B.S.: Vielen Dank für die Schlossführung! Alleine durch die Größe schon sehr beeindruckend. Wie kam es dazu, dass ein Projekt, welches on location geplant war, plötzlich doch noch so einen großen Studiobau zu einem Zeitpunkt benötigt, an dem die Dreharbeiten eigentlich bereits abgeschlossen sein sollten?
M.M.: Wir haben schlicht unterschätzt, wie aufwändig und kompliziert die Drehs in diesen denkmalgeschützten Schlössern verlaufen sind. Von unserer Seite haben wir einen relativ guten Weg und auch eine gute Zusammenarbeit mit den uns an die Seite gestellten Denkmalschützer*innen gehabt. Das heißt, wir wurden permanent begleitet. Wir waren nie allein in einem Raum. Es musste immer jemand aufpassen, dass wir uns gut benehmen, wir nicht den Rubens einstecken und irgendetwas anderes hinhängen. Die Arbeit war also mit größten Vorsichtsmaßnahmen und relativen Einschränkungen verbunden. Die ganze Drehlogistik war sehr kompliziert: Es gab keine Aufenthaltsmöglichkeiten fürs Team, es durfte selbstverständlich überhaupt nicht getrunken oder gegessen werden, es war nicht möglich im Bild mit Kerzenlicht zu arbeiten oder mit Petroleumlampen, ganz zu schweigen von offenen Kaminen. Badeszenen und nicht einmal ein kleines Fußbad waren möglich. Maximal, nach langen Gesprächen, wurde eine Tasse Tee in den Spielszenen gestattet.

B.S.: Das erinnert mich an Barry Lyndon von Stanley Kubrick, ebenfalls ein Dreh fast ausschließlich in Schlössern, also on location. Während dieser Dreharbeiten wurde der Szenenbildner Ken Adam bald wahnsinnig. Im gesamten Film wurde nur mit Kerzenbeleuchtung gearbeitet. Adam hat zwar später einen Oscar für diese Arbeit bekommen, sagte aber sinngemäß, es sei schön diesen Oscar zu haben, aber es lohne sich nicht, dafür zu sterben. Welche Willenskraft musste damals aufgebracht werden um Denkmalschützer*innen – die es in England sicherlich auch gibt – davon zu überzeugen einen Film mit diesem Anspruch an Authentizität zu drehen und das an 300 Drehtagen!

M.M.: Bei uns kam, zusätzlich zu diesen inhaltlichen Einschränkungen, noch die Logistik dazu. Es mussten riesige Zeltstädte auf Parkplätzen neben den Schlössern aufgebaut werden, für die Unterbringung der ganzen Crew in der Provinz. Es gab Szenen mit hundert Komparsen in historischen Kostümen. Das nimmt besonders bei den Damen mit diesen opulenten Kleidern sehr viel Raum ein. Und wenn dann mal jemand auf Toilette muss, dauert es einfach viel länger als wenn man nur eine Jeans anhat und schließlich waren die Toiletten auch noch weit entfernt. Das sind lauter komplizierte und zeitfressende Faktoren, die sich zu einer Schwerfälligkeit addiert haben, die so relevant geworden ist, dass produktionell umentschieden wurde. Wir sparen einerseits Geld durch die vereinfachte Logistik, die im Studio natürlich optimal ist, andererseits legen wir noch was drauf und machen einen Studiobau, um die letzten Drehwochen mit dem großen Pensum gut herstellen zu können. Wir haben auch Motive zusammengelegt; das heißt, hier ist jetzt ein Set mit dreieinhalb Räumen entstanden. Das klingt erst mal überschaubar, aber die Räume haben durchschnittlich neunzig bis hundert Quadratmeter Grundfläche und viereinhalb Meter Raumhöhe. Diese Räume sind alle multifunktional in dem Sinne, dass sie in relativ kurzer Zeit umgestaltet werden können. Da werden z.B. Wandpaneele ausgewechselt, Vorhänge und Möblierung ohnehin. Zum Teil werden noch andere Wände hinzu gestellt oder Kamine umgebaut. Am Ende hat man überhaupt nicht den Eindruck im gleichen Raum zu sein. Die Aufgabe, Innenräume aus Schloss Schönbrunn zu gestalten, hat sich nicht am originalen Schloss orientiert. Es geht nicht darum zu zeigen, wie das Schlafzimmer von Elisabeth aussah, mit welcher Wandbespannung und was für Möbeln. Vielmehr werden Gefühle transportiert, die unsere Geschichte tragen. Wir zeigen das Leben einer jungen Herzogin, die aus einem relativ liberalen, ich würde fast sagen vernachlässigten, unordentlichen, kleinen Schlösschen in Oberbayern kommt und dann in die riesengroße Monarchie der Habsburger eingeführt wird, die im 19. Jahrhundert zu den mächtigsten Familien der Welt gehörten. Das ist vor allen Dingen erst mal eine überwältigende Größe und Pracht, aber in Wirklichkeit natürlich auch eine enorme Einengung ihrer Möglichkeiten, die sie vorher hatte. Das freie Leben ist vorbei und das spürt man auch in den Räumen, die bei aller Größe und Pracht eben auch bedrückend sind und eine Schwere haben. Das auszudrücken ist sehr viel wichtiger als ein Originalinterieur abzubilden.
B.S.: Am Originalschauplatz, also in den Schlössern, durftet ihr vermutlich nichts verändern, musstet es nehmen, wie es war. Und jetzt bist du eigentlich frei in der Gestaltung, wie hast du das kombiniert?
M.M.: In den Originalschlössern konnten wir nur die Möblierung ändern, auch Vorhänge konnten wir einbringen, weil wir ein System entwickelt haben, Vorhänge zu installieren, ohne die Wände zu berühren. Entscheidend war in der Vorbereitung natürlich die Auswahl der Motive. Das hat sehr viel Raum eingenommen. Ich bin in dutzenden Schlössern gewesen und habe handverlesen die Räume zusammengestellt. Architektonisch sind die Studiobauten an dem Schloss orientiert, in dem wir am meisten gedreht haben. Aber der Studiobau hat uns die Freiheit gegeben, unsere Schönbrunner Welt noch viel konsequenter zu gestalten und auch bei den Farben keine Kompromisse eingehen zu müssen.


B.S.: Die Anfangsphase eines Projekts ist oftmals richtungsweisend und für mich ein sehr geliebter und intensiver Teil meiner Arbeit. Wie startest du in so ein Projekt? Für dich war es ja eine erste Zusammenarbeit mit der Regisseurin Katrin Gebbe. Wie seid ihr zusammengekommen und wie habt ihr in der „vor-vorbereitenden“ Zeit – also bevor es richtig hektisch wird – konzeptionell zusammengearbeitet?
M.M.: Die Regisseurin kam erst zum Projekt, nachdem ich angefangen hatte, und noch etwas später ist dann der Regisseur Florian Cossen ebenfalls eingestiegen. Es sind zwei Regie- und Kamerateams, mit denen ich arbeite. Auch sehr interessant – nicht unbedingt leichter, aber durchaus interessant – denn der Chor wird noch vielstimmiger. Aber ich hatte schon angefangen Schlösser zu recherchieren, weil klar war, dass wir aus finanziellen Gründen on location drehen müssen und weil es natürlich auch einfach tolle Schlösser gibt. Franken hat sich als eine sehr ergiebige Region herausgestellt. Dort gibt es eine besonders große Dichte an Schlössern. Eines davon in Privatbesitz, was erst mal einfacher erschien als die staatlichen Schlösser mit den extremen Auflagen. Wobei man sagen muss, dass auch das private Schloss nicht unkompliziert im Handling war und im Grunde die gleichen Auflagen bestanden. Ich bin in die erste Begegnung mit der Regisseurin bereits mit einem großen Portfolio an Vorschlägen und Ideen gegangen, basierend auf diesen Schlössern und natürlich meiner Recherche zu dem Thema der Habsburger Monarchie und Elisabeth im 19. Jahrhundert. Katrin hat von Anfang an eine sehr klare farbliche Vorstellung gehabt. Sie wollte auf keinen Fall die Farben rot, gold oder weiß sehen, was natürlich eine große Herausforderung ist, wenn man in barocken Schlössern dreht, wo genau diese Farben dominierend sind. Ich war von diesem Ansatz jedoch sofort überzeugt, da das sehr laute Farben sind, die klischeehafte Bilder bedienen. Das passte zudem mit meinen Motivlieblingen zusammen, die etwas dunkler und schwerer waren, um die Gefühlswelt von Schönbrunn aus Elisabeths Perspektive zu transportieren.
B.S.: Gab es zu Projektbeginn einen Moment, in dem du dir Sorgen um die inhaltliche Umsetzung gemacht hast; gab es Bauchschmerzen, Zweifel am Thema?
M.M.: Die Frage ist ja immer, wofür man ein Remake macht und ob man das braucht? Also die alten „Sissi“ Filme gehören nicht zu meinem Weihnachtskanon oder zu Filmen die ich mir immer wieder angucke, eher im Gegenteil. Die Epoche finde ich interessant, die politischen Hintergründe, aber so einen süßlichen „Kaiserschmarrn“ herzustellen, daran hatte ich kein Interesse. Deswegen war ich auch sehr begeistert als Katrin Gebbe in dieses Projekt gekommen ist, weil ich dachte: Katrin hat so sprödes und sperriges Arthaus gemacht, das kann nur gut für ein Thema wie das der "Sisi" sein. Daran habe ich durchaus höhere Erwartungen geknüpft und sie hat den Stoff auch wirklich gut quergebürstet. Es sind ja mehrere sehr spannende Charaktere, die ganzen Habsburger, wenn man sich das mal historisch anschaut...das ist eine durchaus verrückte Familie mit viel erzählerischem Potential. Das machte es Wert, die Geschichte noch mal zu erzählen und natürlich ganz anders als die sehr klischeehaften Filme aus den Fünfziger- und Sechzigerjahren.

B.S.: Wie war deine Zusammenarbeit mit dem Kostümbild?
M.M.: Natürlich ist das Kostümbild bei so einer Geschichte entscheidend. Die Kostümbildnerin Gabriela Reumer hat auch relativ früh angefangen und mir ihre Entwürfe gezeigt. Eine fantastische Arbeit! Über Farben und Stofflichkeit waren wir also von Beginn an im Austausch. Bei dem Ansatz, alles zu entstauben und frischer zu erzählen, spielt das Kostüm natürlich eine ganz große Rolle.
B.S.: Was war bei diesem Projekt der erfreulichste und was war der absurdeste Moment?

M.M.: Als ich angefangen habe zu arbeiten, war das Konzept schon, ins Studio zu gehen. Es sollte einen großen Bau geben, natürlich auch perspektivisch für mögliche, weitere Staffeln. Dann erschien es doch zu teuer. Ein Dreh on location wurde präferiert, bzw. erschien als einzige Möglichkeit; nur um beim Dreh merken zu müssen, welche Schwierigkeiten die Produktion dadurch belasten. Also mussten wir zurück zu einem Studiokonzept, dass dann relativ kurzfristig von uns realisiert werden musste. Das kann man absurd nennen, aber es ist auch ein bisschen unsere Realität, unser Filmalltag. Es ist jedenfalls nicht das erste Mal, dass ich so etwas erlebt habe. Erfreulich ist, wenn sich diese Welten gut verschränken und ein Konzept aufgeht. Am Ende ist es wirklich toll, hier im Studio Babelsberg so einen Bau auf einem sehr hohen Niveau mit der ganzen Infrastruktur herstellen zu können.
B.S.: Gab es auch einen Moment, in dem du die Hände über dem Kopf zusammen geschlagen hast?
M.M.: Was natürlich immer schwierig ist, in die Vorbereitung zu gehen, wenn Bücher noch nicht fertig geschrieben sind. Aber das ist ja leider kein Einzelfall, sondern eher die Regel, wie ich von vielen Kolleg*innen weiß. Es ist durchaus frustrierend, wenn schon Dinge hergestellt wurden, die dann am Ende gar nicht gebraucht werden oder Locations nicht mehr zu geänderten Anforderungen passen. Mit fertigen Büchern zu arbeiten, würde ich mir sehr wünschen, um konzentrierter zum Ergebnis kommen zu können und nicht einfach mal so breit gestreut „auf die Jagd“ gehen zu müssen, um für alle Eventualitäten vorbereitet zu sein.
B.S.: Welche Idee kann dahinterstehen, mit unfertigen Büchern in so eine Produktion zu gehen?
M.M.: Wir befinden uns in einer bizarren Konkurrenz, es gibt zwei "Sisi" Serien und zwei "Sisi" Kinofilme und alle vier Projekte sind 2021 gefilmt worden. Das heißt, wir sind definitiv nicht die erste Serie, die auf den Markt kommt. Da hat die Konkurrenz die Nase vorn. Die sind schon längst abgedreht gewesen, als wir angefangen haben. Ich weiß nicht, ob das nur ein Nachteil ist, denn es könnte auch ein Interesse für eine Zeit wecken. Ich hoffe natürlich, dass die andere Serie auch so gut ist und man Lust auf die Zeit und die Figuren bekommt und nicht denkt, das ist alles langweilig und verstaubt. Die Kinofilme beleuchten zudem einen anderen Aspekt. Insofern kann ich mir auch vorstellen, dass wir von dieser Vielfalt profitieren, weil sowas ja auch ein Interesse an einer bestimmten Figur oder Zeit wecken kann. Warum alle bis zum Jahr 2021 gewartet haben, um sich mit Kaiserin Elisabeth zu beschäftigen, ist mir schleierhaft. Aber das ist einfach so ein Phänomen, so was kommt vor, das gab es auch schon in früheren Zeiten.




B.S.: Stimmt, nimmt man z.B. THE CROWN, meines Wissens eine der ersten Netflix Produktionen, die sich mit der Monarchie auseinandergesetzt hat. Vielleicht hat man einfach geschaut, was im deutschsprachigen Raum zu diesem Thema zu entdecken ist?
M.M.: Richtig, Adelsgeschichten im deutschsprachigen Raum gibt es nicht so viele und sicher keine, die so prominent ist, wie die der Elisabeth. Das liegt vor allem an den "Sissi" Filmen aus den Fünfzigerjahren.
B.S.: Ich würde gern noch mal auf die immer knapper werdenden Vorbereitungszeiten zu sprechen kommen. Wir hatten das Thema vorhin bereits beim Thema „unvollendete Drehbücher“. Ist das ein Punkt, über den du mit den Produktionsfirmen diskutierst und sagst: „Da brauchen wir mehr Vorbereitungszeit, das ist definitiv zu knapp bemessen“, also ähnlich wie die Gespräche über das Budget? Gerade in unserem Gewerk ist die Vorbereitung mit die wichtigste und intensivste Zeit.

M.M.: Ja, es gab hier natürlich Vorgaben, was die Vorbereitungszeiten angeht. Personell waren wir gut aufgestellt. Nachdem das hier meine erste Serie ist, muss ich doch gestehen, den Aufwand für so einen Marathon unterschätzt zu haben. Uns kam schließlich zugute, dass es noch mal eine Drehverschiebung gab, so dass unsere Vorbereitung doch auf eine realistische Zeit kam. Wir hatten für Set Dec und Props rund zwanzig Wochen, was bei rund einhundert Drehtagen auch angemessen war. Ich habe daraus gelernt und weiß für zukünftige Serien viel genauer, was gebraucht wird. Da gibt es dann nicht mehr viel zu diskutieren mit diesen Erfahrungswerte. Wenn man das nicht berücksichtigt und denkt, man kriegt es in der halben Zeit hin, wird man später draufzahlen: Weil die Dinge nicht fertig werden und man unvorbereitet in eine Riesenproduktion rennt. Ich bin mir sicher, das wäre auch nicht im Interesse von Herstellungs- und Produktionsleitung. Deswegen habe ich keine Sorgen, dass es nicht verstanden wird, wenn ich beim nächsten Mal sage, wir brauchen zwanzig Wochen Vorbereitung für Set Dec und Props.
B.S.: Momentan befinden wir uns in einer Zeit, in der die Möglichkeiten, Filme oder Serien zu schauen, unübersichtlich groß geworden ist. Wir haben ja alle nur begrenzt Zeit, Filme und Serien zu schauen. Wie wählst du aus, welche Filme du dir anschaust? Worauf liegt dein Augenmerk? Ist das eine Art intuitiver Entscheidung, oder hast du richtig eine Liste, die du abarbeitest, weil du denkst, das sollte ich sehen?
M.M.: Ich muss gestehen, ich gucke so gut wie gar keine Serien; ich bin einfach nicht so ein Fan von diesem Format. Mir dauert das zu lang, vor allen Dingen, wenn es dann etliche Staffeln gibt. Ich finde eher eine geschlossene Geschichte oder auch eine Miniserie attraktiv. THE QUEENS GAMBIT habe ich geschaut und hatte viel Spaß dabei. Für mich wurde es von Mal zu Mal besser, je erwachsener die Figur wurde, umso mehr hat mich das interessiert. Ein schöner Bezugs- oder Referenzfilm für uns bei DIE KAISERIN war THE FAVOURITE, als Historienfilm, der unglaublich toll gestaltet und die Geschichte fantastisch erzählt ist. Das Szenenbild steht ganz im Dienste der Geschichte und die Bilder sind großartig. Das ist ein Film, über den ich mit Katrin Gebbe auch viel gesprochen habe, in der Vorbereitung auf unser Serienprojekt.


B.S.: Wo würdest du beim nächsten Projekt Schwerpunkte setzten? Also z.B. was interessiert dich an der Gestaltung von Räumen und wo denkst du, da willst du weiter forschen, Dinge ausprobieren, die du vielleicht vorher noch nicht ausprobiert hast?
M.M.: Ich bin immer dankbar, wenn ich auf ein Projekt angesprochen werde und das gleich irgend etwas bei mir auslöst. Mein nächstes Projekt ist im Mittelalter angesiedelt. Da habe ich sofort gedacht: Ich mag Mittelalter eigentlich überhaupt nicht. Ich hatte gleich irgendetwas mit Fässern und Stroh auf dem Boden im Kopf, was ich auf gar keinen Fall will. Sowas elektrisiert mich aber sofort, weil ich daran denke, wie man Mittelalter anders erzählen kann. Es ist direkt herausfordernd zu gucken, wie man zu einem Mittelalterbild kommt, das zwar Mittelalter erzählt, aber trotzdem nicht gleich in die Klischeefallen läuft. Was ich an meinem Beruf liebe, ist, in Welten einzusteigen. Ich sehe diese Welten, fast möchte ich sagen, durch die Figuren: Ich schlüpfe für die Betrachtung der Welten in ihre Charaktere. Jetzt zum Beispiel die Kaiserin Elisabeth: Wie hat sie ihr Umfeld wahrgenommen? Wie sah die Welt für sie aus? Dieser Blick verschiebt sich dann, weg von einer historischen Detailgenauigkeit, wie es möglicherweise tatsächlich gewesen ist, hin zu einer persönlichen, subjektiven Sicht. Das sichtbar zu machen, bedeutet sehr viel Spaß.

B.S.: Das kann ich nur bestätigen. Ähnlich wie bei der Schauspielerei, ist das die tolle Herausforderung, mit der Figur zu verschmelzen.
M.M.: Deswegen spiele ich auch immer mal wieder in ganz kleinen Rollen mit. Ein wirklich tolles Erlebnis, in Kostüm und Maske im eigenen Set zu sitzen. Das ist noch mal eine andere Wahrnehmung, es ist ein komplettes Abtauchen, auch wenn es nur für einen Drehtag ist.
B.S.: Vielen Dank für das schöne Gespräch.

Katrin Gebbe, Regisseurin — Matthias Müsse — Moritz Schultheiss, DoP